Bauaufnahme und Sanierungsvorplanung in Kooperation mit der Stiftung Preussischer Schlösser und Gärten
denkmal aktiv - Projekt 2004/05


Das Stibadium ( wörtl.: „halbrundes Speisesofa“ im altrömischen Haus) im Park der Villa Liegnitz wurde 1847 im Auftrag König Friedrich Wilhelm IV. für die zweite Gemahlin seines Vaters, die Fürstin Liegnitz, durch den Architekten F. A. Stüler erbaut. Es handelt sich um eine kubische Steinlaube mit flachem Zeltdach, die von zwei halbrunden Exedren - eine Bank zur linken, eine Voliére zur rechten - flankiert wird. Das Ensemble im spätklassizistischen Stil bildet eine visuelle Einheit mit der davor befindlichen Fontänenanlage und diente - seinen pompejanischen Vorbildern entsprechend - als Freisitz für Stunden der Muße.
Das Stibadium weist einen sehr schlechten Erhaltungszustand auf; insbesondere der Dachstuhl ist sanierungsbedürftig. Die ehemalige Fontänenanlage ist fast ganz überwachsen; künstlerische Bauelemente sind verschwunden oder andernorts gesichert.
Ziel unserer Aufnahme war - neben der Sensibilisierung der Auszubildenden für die Belange der Denkmalpflege - die Bestandsdokumentation, wobei eine Bauaufnahme des Dachstuhles mit Schadenskartierung sowie die Erfassung
der Fontänenfragmente im Vordergrund standen.
Die so entstandenen Bauvorlagen wurden im März 2005 der Stiftung Preussischer Schlösser und Gärten übergeben.
Eine Dokumentation unserer Arbeitsmethoden und -Ergebnisse im Posterformat wurde seit Herbst 2004 auf diversen Ausstellungen präsentiert und auf der Leipziger Messe denkmal 2004 durch einen Schülervortrag begleitet.
Auszubildende | Ausbildungsberuf |
Fachlicher Partner
Stiftung Preussischer Schlösser und Gärten
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