GAUDI

Die Idee

Der Rohbau

Am Anfang stand eine Vision: wer einmal in Barcelona war, ist fasziniert vom Schaffen Antoni Gaudis, von seinen sich über die gesamte Metropole erstreckenden Kunstwerken.

Was liegt also näher, als im Jahr 2002 an einer Bauberufsschule mitten in Berlin ein Auszubildenden-Projekt zu entwickeln, bei dem sich Widersprüche in der Architektur und in der Farblehre zu einem harmonischen Ganzen fügen, genau wie es der große katalanische Baumeister im Park Güell vollendete.

Das Endprodukt

Der Startschuss fiel im Februar 2002 mit einem ersten Treffen der Initiatoren der Lehrerin Frau Borgmeier und dem Stuckateurmeister Horst Bartel. Hierbei entstanden erste Skizzen, Grundriss- und Querschnittschablonen. Die Auszubildenden Marc-Tell Kraak (Z), Sten Meißner (Z), Christin Rühmling (STK), Lars Flieger (STK), Robert Rösler (FPML), Sebastian Jarchow (FPML), Alexander Papst (FPML) und Dennis Kessler (FPML) erstellten notwendige Material- und Werkzeuglisten. Mit Hilfe von zwei angehenden Zimmerern (Z) wurde unter Anleitung der Initiatoren auf die Grundplatte aus Holz die Querschnitte des Sitzkörpers auf-geschraubt und versteift. Im Anschluss verkleideten zwei Stuckateurs-Auszubildende (STK) das Holzskelett in regelmäßigen Abständen mit Rundstahl und nachfolgend mit Ziegeldraht. Hierbei kam es zu einer spontanen Änderung der Grundform. Vier Fliesenleger-Auszubildende (FPML) „drückten“ die gesamte Konstruktion mit Mörtel aus.

Die Mosaikarbeiten

Der Untergrund - Das Endprodukt

In täglichen Arbeitsbesprechungen einigten sich die beteiligten Auszubildenden auf mögliche Ornamente und Farbkombinationen sowie eine Einteilung der Arbeitsbereiche. Dabei konnte jeder Fliesenleger-Auszubildende seine Fähigkeiten erproben. Allein die Gegensätzlichkeiten verliehen der Mosaikfläche ungeahnte Spannungen und Lebendigkeit, die stets überraschte. Zurückblickend betrachtet war das Projekt “Gaudi 2002“ ein spannendes und zugleich aufregendes Unternehmen bei dem sich die Auszubildenden aber auch die Initiatoren Frau Borgmeier und Herr Barthelt nicht nur auf künstlerisches Neuland begaben, sondern auch „neue“ Formen von Projektunterricht erprobten. Gemessen an der regen Aufmerksamkeit und den Reaktionen der schaulustigen KollegInnen, BesucherInnen und Auszubildenden kann das Schülerprojekt „Gaudi 2002“ ganz sicher als gelungen bezeichnet werden.

Wir danken dem Stuckateurmeister Horst Barthelt, dem Fliesenleger Herrn Mensing, der Firma Bäderland, der Firma Ridula und der Firma Schepurek für die großartige Unterstützung.

Kontakt

Kay Reichmann
Email: kay.reichmann|a|knobelsdorff-schule.de

Donnerstag, 20. 09. 2018