Ausbildungsbereich
Industrie und Handwerk
Struktur des Ausbildungsberufs
Die ersten beiden Jahre der Berufsausbildung zum Holz- und Bautenschützer/zur Holz- und Bautenschützerin sind identisch mit der zweijährigen Berufsausbildung zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutz. Dieser Abschluss ist mit zwei Jahren voll auf die dreijährige Ausbildungszeit zum Holz- und Bautenschützer/zur Holz- und Bautenschützerin anzurechnen.
Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/-in gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und die Ausbildung in einer der Fachrichtungen Holzschutz oder Bautenschutz.
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Die Berufsausbildung findet an den Lernorten Berufsschule und Betrieb statt.
In Kraft seit:
1. August 2007
Ausbildungsprofil
1. Berufsbezeichnung
Holz- und Bautenschützer/in
2. Ausbildungsdauer
3 Jahre
Die Berufsausbildung findet an den Lernorten Berufsschule und Betrieb statt.
3. Arbeitsgebiet
Holz- und Bautenschützer/Holz und Bautenschützerinnen arbeiten in Betrieben des Holz- und Bautenschutzgewerbes.
4. Berufliche Qualifikationen
Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerinnen:
• erkennen und beurteilen Schäden an Holz- und Holzbauteilen,
• führen vorbeugende Holzschutzmaßnahmen gegen tierische (Insekten) und pflanzliche (Pilze) Holzzerstörer durch,
• erkennen und bekämpfen holzzerstörende Insekten und Pilze,
• beseitigen Schäden, welche durch tierische und pflanzliche Holzzerstörer verursacht werden,
• erkennen und beurteilen Schäden an erdberührten Bauwerken aus Beton, Mauerwerk und Naturstein,
• trocknen durchfeuchtete Bauwerke,
• führen Außen- und Innenabdichtungen an erdberührten Bauteilen durch,
• setzen feuchte- und salzgeschädigte Mauerwerke instand,
• planen ihre Arbeit und dokumentieren sie,
• ergreifen Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz am Arbeitsplatz
• richten Arbeitsplätze ein, sichern und räumen diese
• führen ihre Arbeiten kunden- und betriebswirtschaftlich orientiert auf der Grundlage von Arbeitsaufträgen allein und im Team durch,
• führen qualitätssichernde Maßnahmen durch.
Inhalte der Berufsausbildung
Die Berufsausbildung zum Holz- und Bautenschützer/zur Holz- und Bautenschützerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Abschnitt A
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Unterscheiden von Schäden an Holz, Holzbauteilen und Einbindungsbereichen sowie Vorbereiten dieser Untergründe,
2. Durchführen von vorbeugenden Maßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten,
3. Bekämpfen holzzerstörender Insekten,
4. Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall,
5. Vorbereiten und Durchführen nachträglicher Außen- und Innenabdichtungen an erdberührten Bauteilen,
6. Vorbereiten und Durchführen nachträglicher chemischer Horizontalabdichtungen,
7. Vorbereiten von Flächen und Aufbringen von Sanierputzen,
8. Austrocknen durchfeuchteter Bauwerke;
Abschnitt B
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Holzschutz:
1. Kundenorientierung,
2. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen,
3. Handhaben, Einrichten und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen,
4. Unterscheiden, Lagern und Entsorgen von Gefahrstoffen,
5. Prüfen von Schäden an Holz, Holzbauteilen und Einbindungsbereichen,
6. Bekämpfen holzzerstörender Insekten durch alternative Verfahren und Sonderverfahren,
7. Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall durch alternative Verfahren und Sonderverfahren,
8. Qualitätsmanagement;
Abschnitt C
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Bautenschutz:
1. Kundenorientierung,
2. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen,
3. Handhaben, Einrichten und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen,
4. Unterscheiden, Lagern und Entsorgen von Gefahrstoffen,
5. Prüfen, Beurteilen und Vorbereiten von erdberührten Bauwerksteilen,
6. Erkennen und Prüfen von Schäden an erdberührten Bauwerken und Bauwerksteilen,
7. Vorbereiten und Durchführen abdichtender Injektionen,
8. Vorbereiten und Durchführen mechanischer Horizontalsperren,
9. Analysieren und Sanieren von Feuchtigkeitsschäden sowie Schäden durch Salze,
10. Qualitätsmanagement;
Abschnitt D
Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
4. Umweltschutz,
5. Information und Kommunikation, kundenorientiertes Verhalten,
6. Planen und Vorbereiten von Arbeitsschritten,
7. Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten und Maschinen,
8. Umgehen mit Gefahrstoffen und sonstigen Werkstoffen,
9. Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen.
Pressebericht des Grenzecho über die Mobilitätsmaßnahme in St. Vith.
HuBS in Belgien, Artikel in der Fachzeitschrift des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes, Ausgabe März 2009