Ausbildungsberuf

(Quelle www.dhbv.de)

Berufsausbildung mit Perspektive - Werde Holz- und Bautenschützer!

Es ist egal, woher du kommst, wichtig ist wohin du willst!

Die Bauwerkssanierung boomt und seit Sommer 2007 gibt es in Deutschland zwei neue Berufe in dieser Branche:

  • eine 2-jährige Berufsausbildung mit dem Abschluss "Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten" und
  • eine 3-jährige Berufsausbildung mit dem Abschluss "Holz- und Bautenschützer".

Beide Ausbildungen schließen mit dem Erwerb des Gesellenbriefes ab.

Einsatz in 4 Wänden - wenn Feuchtigkeit oder Holzschädlinge eine Wohnung oder ein Haus gefährden, beginnt deine Mission als Holzschützer und Bautenschützer. Dabei wirst du immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, weil sowohl die Schäden als auch deren Ursachen sich von Fall zu Fall unterschieden. Die meisten dieser Aufgaben lassen sich nur im Team bewältigen.

Du bist der Holz- und Bautenretter

Nasse Wände, Risse in Mauern Schimmelpilze in Wohnungen oder Holzschädlinge im Dachstuhl? Für dich kein Problem! Denn du bist der Fachmann, der weiß, wie man diese Schäden beseitigt und damit das Gebäude rettet.

Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten

Die Basis für die beiden neuen Ausbildungsberufe bildet eine zweijährige Lehre mit identischen Inhalten, welche die Kerntätigkeiten eines Holz- und Bautenschützers umfassen. Nach einem Jahr Ausbildung verlangt die Fachkraft Ausbildung eine Zwischenprüfung. Den Abschluss der Ausbildung bildet nach zwei Jahren die Gesellenprüfung zur „Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten“.

Holz- und Bautenschützer/-in

Der dreijährige Beruf baut auf den zweijährigen auf. Der Betrieb oder Auszubildende kann sich sofort, also zu Beginn der Lehre, für die dreijährige Ausbildung entscheiden oder auch erst nach der zweijährigen Ausbildung zu einer Fortsetzung der Lehre entschließen. Am Abschluss der zweijährigen Grundlagenausbildung steht eine Zwischenprüfung (die Zwischenprüfung nach einem Jahr – siehe Fachkraft – entfällt, wenn der Auszubildende sich von Beginn an für die dreijährige Ausbildung entschieden hat). Im dritten Jahr wird nur noch eine Fachrichtung ausgebildet, entweder Holzschutz oder Bautenschutz. Für die Abschlussprüfung (Gesellenprüfung zum Holz- und Bautenschützer/in) bedeutet dies, dass sich die Fachprüfung auf das Schwerpunktfach beschränkt. Zur Beurteilung der Leistungen in der im dritten Jahr nicht mehr ausgebildeten Fachrichtung wird die Note der Zwischenprüfung herangezogen (gesteckte Prüfung).

Voraussetzungen

Köpfchen gefragt - ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse geht es nicht

Wer retten will, muss seine Gegner kennen! Und deine Gegner sind die Gesetze der Natur! Feuchtigkeit, Temperaturunterschiede und Schadstoffe auf Baumaterialien stellen dich immer wieder vor neue Herausforderungen. Aber auch mit den biologischen Eigenschaften von Holzschädlingen sowie den chemischen Reaktionen von Holz- und Bautenschutzmitteln musst du dich auskennen.

 

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein Haupt- oder Realschulabschluss.

 

Diese Schulkenntnisse brauchst du!

Um deine Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer erfolgreich abzuschließen, solltest du dich für folgende Schulfächer interessieren:

Schulfach

Werken/Technik =Als Holz- und Bautenschützer bist du ein echter Handwerker! Im Umgang mit Werkzeugen zeigst du Geschick und du bringst ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mit.

Biologie =Nicht alle Holzzerstörer sind gleich gefährlich. Also ist es für dich wichtig zu wissen, mit wem du es zu tun hast und dafür ist biologisches Verständnis und Interesse notwendig. 

Chemie =Wie umweltschädlich sind die Mittel, die ich einsetze für Mensch und Natur? „So viel wie nötig und so wenig wie möglich”: Dies ist dein Leitspruch, um zum Schutz der Umwelt als Holz- und Bautenschützer beizutragen.

Physik =Wann entsteht Schimmel? Was bedeuten 70 % Luftfeuchtigkeit? Für eine fachgerechte Sanierung musst du dich mit der Entstehung von Feuchtigkeit und ihren Einfluss auf Baumaterialien auskennen.

Mathe =Wie groß ist die Fläche, die ich sanieren muss? Wie mische ich Mörtel im richtigen Mengenverhältnis? Dies auszurechnen darf für dich kein Problem sein. 

Ausbildungsvergütung

Der Lohn entspricht dem des Maurers und Zimmermanns und damit gehört der Beruf zu den bestbezahlten Berufsausbildungen in Deutschland.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Du kannst als Auszubildender in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten: 

1. Ausbildungsjahr: € 587 bis € 669

2. Ausbildungsjahr: € 805 bis € 1.028

3. Ausbildungsjahr: € 1.017 bis € 1.299

Stand: Mai 2013 siehe auch http://www.dhbv.de/bautenschutz-berufsausbildung/ausbildungsverguetung.html

Aufstiegsmöglichkeiten

Der Holzschutz und Bautenschutz ist Meisterberuf 

http://www.dhbv.de/bautenschutz-meisterausbildung

 

Qualifikationen im Holzschutz und Bautenschutz

Studium

Master im Bautenschutz (Fernstudium)

Bachelor „Bauen im Bestand“

 

Berufsausbildung

Meister im Holz- und Bautenschutz

Holz- und Bautenschutztechniker

Holz- und Bautenschützer/in (Geselle)

Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten (Geselle)

 

Zertifizierung Sachverständige

TÜV-zertifizierter Sachverständiger für Schimmelpilzschäden in Wohnräumen (Nachweis der Schimmelpilz-Module 1-4 mit anschließender TÜV-Prüfung + Module 5-6 mit weiterer TÜV-Prüfung)

Sonntag, 09. 12. 2018